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Die Messe als Medium: die CeBIT 2010
Christian Mzyk

Auch in diesem Jahr fand Anfang März auf dem Hannoveraner Messegelände die weltgrößte Fachmesse zum Thema IT/EDV und Bürotechnik statt. Im Vergleich zum Vorjahr haben im Tagesmittel 3 Prozent mehr Besucher die 4.157 ausstellenden Unternehmen aus 68 Ländern besucht. Verkürzte Dauer, gestiegener Besucherandrang – Lohnt sich heutzutage der CeBIT-Besuch noch?

Christian Mzyk: „Kein anderes Medium als die CeBIT erlaubt das persönliche Begegnen von Geschäftspartnern und den instruktiven Gedankenaustausch in einer räumlich wie zeitlich derart verdichteten Form.“


„Connected Worlds“
Das Leitthema der diesjährigen CeBIT war mit dem Titel „Connected Worlds“ im Zeitalter von Web 2.0 eher profan. Jedoch ließ sich die Subtilität spätestens bei der Eröffnungsfeier und der Rede von BITKOMPräsident Prof. Dr. Dr. h.c. August-Wilhelm Scheer erahnen, indem er die Vernetzung nicht nur von mobilen Endgeräten und stationären Computern untereinander, sondern auch die Einbindung von Menschen durch implantierte RFID Tags in dieses „Netzwerk“ erläuterte. Aus seiner Untersuchung ging hervor, dass 25 Prozent der Befragten eine zukünftige Verwendung von Implantaten zum Zweck der erhöhten Sicherheit oder der schnelleren Rettung als vorstellbar hielten. Grundsätzlich hat sich das Internet gerade in der Generation der 14- bis 29-Jährigen klar als wichtigstes interaktives Medium etabliert. Es liegt nunmehr mit dem Handy-Netz gleichauf und schlägt das Medium Fernsehen bereits um Längen: 61 Prozent zu 86 Prozent markieren die Trendänderung vom passiven Medienkonsum zum medialen Interagieren deutlich.

Alter Wein in neuen Schläuchen
Viele Highlights der diesjährigen CeBIT waren Verbesserungen vorhandener Technologien oder bekannte Technologien in verbesserter Verpackung. Zur ersten Kategorie gehört sicherlich USB 3.0, das sich unzweifelhaft zum Kassenschlager entwickeln wird. Eine breite Unterstützung der neuen Hochgeschwindigkeitsverbindung wird jedoch erst mit der kommenden Windows Version 8 gegeben sein, so die Prognose von Intel- Manager Steve Peterson. USB 3.0 kann den Inhalt einer CD in ca. zwei Sekunden kopieren. Dies entspricht einer Transferrate von bis zu 625 MB/s.

Neu sind Tablet PCs nicht. Jedoch ist bedingt durch die immer häufiger auf dem Markt anzutreffende Miniaturisierung von Computern, etwa Sub-Notebooks und NetBooks, ein rasanter Preisverfall zu beobachten. Im Duett mit neueren Technologien wie (Multi-) Touch-Screens ist bei so genannten Convertibles in diesem und im kommenden Jahr mit einem massenmarkttauglichen Preis zu rechnen. Laut Prognose des BITKOM e. V. sind diese Geräte einer der Trends 2010.

Phänomenal - dimensional
Im Marktsegment der 3-D-Präsentation von Inhalten fand sogar eine Sonderpräsentation mit dem Titel „Next Level 3D“ statt. Bei der Darstellung in 3D gehen die Forscher differente Wege: Ein Ansatz ist die Präsentation via autostereoskopischer 3D-Bildschirme, die dem Benutzer ganz ohne Hilfsmittel, also ohne 3D-Brille, den räumlichen Effekt vorgaukeln. Hierbei wird die Position des Betrachters vor dem Gerät per Kamera erfasst. Abgestimmt auf seine Perspektive bilden zwei wechselnde Bilder den räumlichen Effekt nach.

Die 3D Sicht hält auch bei Notebooks Einzug: Dabei kommen so genannte Polarisationsbrillen zum Einsatz, die das Licht von den Notebook-Displays für jedes Auge separat filtern. Auch das Internet soll eine dritte Dimension erhalten. Die saarländische Universität zeigte auf ihrem Stand eine Erweiterung der Seitenbeschreibungssprache HTML Namens XML3D, die einige zusätzliche Anweisungen für die Darstellung der Räumlichkeit erhält. Abzuwarten ist, welche Browser diese Erweiterungen unterstützen werden.

CeBIT? Nie wieder! oder vielleicht doch?
Benötigen wir die CeBIT eigentlich heutzutage noch, da doch selbst Die CeBIT die extensive Vernetzung als Leitthema propagiert? Preisauskünfte, Produktinformationen und auch Projektangebote lassen sich heute schnell und einfach via Internet einholen. Jedoch ist grade die zwischenmenschliche Ebene auf einer solchen Messe der Maßstab. Nicht zuletzt entscheidet oft die Sympathie über den einen oder anderen erfolgreichen Geschäftsabschluss.

Es gilt: Sicherlich ist für Fachbesucher die CeBIT nach wie vor ein bewährtes Medium, um neue Kontakte zu knüpfen und Geschäfte anzubahnen. Kein anderes Medium als die CeBIT erlaubt das persönliche Begegnen von Geschäftspartnern und den instruktiven Gedankenaustausch in einer räumlich wie zeitlich derart verdichteten Form.

Über den Autor

Christian Mzyk ist Inhaber und Geschäftsführer der web-age IT Solutions sowie freiberuflicher IT-Berater mit dem fachlichen Schwerpunkt Entwicklung und Qualitätssicherung. Zudem bietet er seinen Kunden IT-Schulungen an. Mit seinem Unternehmen web-age IT Solutions unterstützt er mit seinem Team bundesweit Kunden in den Bereichen IT-Konsolidierung, IT-Beratung und Administration der IT-Infrastruktur.

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